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Stolpersteine - Troisdorf
Stolpersteine - Troisdorf

Rundblick vom 7. August

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Mahnmale für Troisdorfer NS-Opfer

Stolpersteine erinnern an die jüdische Familie Meier


Die NS-Machthaber wollten, dass ihre Namen vergessen werden. Umso wichtiger ist es auch heute noch, an die Opfer des Nationalsozialismus zu erinnern und ihre Namen wieder zu nennen. So genannte „Stolpersteine" sind Mahnmale für die NS-Opfer. Der Künstler Gunter Demnig hat bereits in 200 Kommunen die kleinen Gedenktafeln installiert. Sie werden in das Trottoir vor den Häusern eingesetzt, in denen die Menschen gelebt hatten, die später in KZs oder anderen Lagern ermordet worden sind.
Die „Stolpersteine" dienen dazu, sich beim Lesen vor den Opfern der NS-Gewaltherrschaft zu verbeugen. In unserer Stadt sollen die ersten „Stolpersteine" an die Troisdorfer Juden Emanuel, Regina und Günter Meier erinnern. Die Verlegung der Steine wird am Freitag, 17. August 2007, um 19.00 Uhr vor dem Dietrich-Bonhoeffer-Haus Im Grotten, Troisdorf-FWH, durchgeführt. Vize-Bürgermeister Ruprecht Türk und der Troisdorfer Historiker Norbert Flörken werden das Vorhaben erläutern. Der Künstler Gunter Demnig sowie Vertreter der evangelischen Kirche und des Heimat- und Geschichtsvereins Troisdorf werden dabei sein. Es singt der Chor „Die Krähen".
Troisdorfer Juden erhalten ihren Namen zurück: Emanuel Meier, 1871 in Sieglar geboren, lebte mit der Troisdorferin Regina Meier, geborene Sommer, und dem Enkelsohn Günter bis zur Deportation jüdischer Einwohner 1942 in Troisdorf, Im Grotten 23. Das alte Haus existiert nicht mehr. Emanuel starb in einem Sammellager in Much, seine Frau Regina und Enkel Günter wurden im Juli 1942 im KZ Trostinez bei Minsk (Weißrussland) ermordet. Über die NS-Geschichte in Troisdorf erhält man im Internet unter www.floerken.de einen Überblick.
Es ist ein Charakteristikum der „Stolpersteine", dass sie über Patenschaften finanziert werden. Herstellung und Verlegung eines Steins kosten 95 Euro. So können die Bürgerinnen und Bürger die Erinnerung an ehemalige Mitbürger wach halten. In Troisdorf sollen auf diese Weise 25 bis 30 Menschen jüdischen Glaubens, die durch den Terror des NS-Unrechtsregimes umkamen, nicht mehr vergessen werden.
Informationen über das Troisdorfer Projekt und zahlreiche Links findet man im Netz unter www.stolpersteine.yourweb.de . Spenden kann man unter dem Stichwort „Stolpersteine Troisdorf" auf das Konto des NS-Dokumentationszentrums ELDE Haus, Konto Nr. 0290669-501 bei der Postbank Köln BLZ 37010050 einzahlen.